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13/08/2008 / bauinformant

Niederer Stadtadel

London, Berlin, New York: Überall führt die Aufwertung von Stadtvierteln zur Verdrängung der Armen. Außer in Wien. Was macht man hier anders?

Textauszug:

Denn trotz Aufwertung besteht in absehbarer Zeit nicht die Gefahr, dass der Kebab­brater am Brunnenmarkt seinen Stand aus Kostengründen aufgeben muss. In den USA dagegen, Ursprungsland der Gentrifizierung, geht eine solche Ver­änderung vergleichsweise brutal vor sich. Neighbourhoods mit schwarzen oder lateinamerikanischen Bewohnern, etwa in Chicago oder im New Yorker Stadtteil Harlem, werden innerhalb we­niger Jahre planiert und für eine weiße Mittelschicht völlig neu errichtet. Ein vollständiger Austausch der Bevölke­rung ist die Folge. In Wien führt die Aufwertung zwar zu höheren Mieten, die einen weiteren Zuzug von ärmeren Schichten und Migranten erschweren – eine Verdrängung jener, die bereits da sind, fand bislang jedoch nicht statt. „Die Mentalität in Wien ist anders als beispielsweise in Amerika, man will langfristig in einer Wohnung bleiben. Die Mietpreisdynamik ist ganz anders als in New York“, sagt TU-Dozent Ru­dolf Giffinger. „In Wien gibt es Gentri­fizierung im eigentlichen Sinne nicht.“

Volltext unter: falter.at, 13.08.2008

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