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11/03/2009 / bauinformant

Gentrification

Texzauszug:

Die ab Mitte der sechziger Jahre stärker werdende Kritik an den großflächigen ‘Kahlschlag-Sanierungen’ und den Neubausiedlungen an den Stadtperipherie führt zu einem Umdenken in der Stadterneuerungs- und Wohnungspolitik. Das Städtebauförderungsgesetz von 1971 sieht die Bereitstellung von Bundesmitteln für Kommunen vor, die in ausgewiesenen Sanierungsgebieten eine vorsichtige Erneuerung der Altbausubstanz bei gleichzeitiger Erstellung eines Sozialplanes für die BewohnerInnen betreiben. Dadurch soll die Substanz der Altbauten erhalten und durch die Aufwertung der innenstadtnahen Viertel die Abwanderung aus den Großstädten aufgehalten werden. Um den Preis der Verdrängung alteingesessener MieterInnen, die die im Zuge der Modernisierung steigenden Mieten nicht mehr bezahlen können, sollen vor allem junge, einkommensstarke Familien aus dem Umland wieder in die Stadt gezogen werden. Da die öffentlichen Mittel nicht ausreichen, um den Bestand zu sanieren, sind die Kommunen darauf angewiesen, private InvestorInnen für die Sanierung zu gewinnen. Zahlreiche private InvestorInnen sehen in den ‘Aufwertungsgebieten’ Chancen, durch spekulativen Leerstand oder das ‘Entmieten’ von Wohnungen hohe Profite zu erzielen. Es kommt zu massiver Spekulation mit Wohnraum, die die Verdrängung unterer sozialer Schichten aus den betroffenen Stadtteilen beschleunigt.

Mehrere Studien über die Auswirkungen der Sanierungsprogramme belegen, daß durch sie keinesfalls ein ‘Back to the City-Movement’ ausgelöst wurde. Der Abwanderungsprozeß aus den Städten konnte nicht gestoppt werden. “Die Sanierungspolitik hat ihre Zielgruppe keineswegs erreicht, wohl aber eine Umverteilung von Haushalten innerhalb der inneren Stadt .

Den Volltext mit Quellenhinweisen unter: squat.net, 1995

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