Skip to content
22/05/2010 / bauinformant

Hamburg – Projekte rund um die City

22. Mai 2010, 07:30 Uhr
von: Holmer Stahncke, Hamburger Abendblatt
Neue Serie, 1. Teil: Ausblick auf geplante oder im Bau befindliche Wohnungen im Bezirk Mitte

[…] Der Bezirk Mitte hat zur öffentlichen Plandiskussion „Pestalozzi-Quartier“ geladen. Die Gelegenheit für die Anwohner, zu erfahren, was in ihrer Nachbarschaft gebaut werden soll, und Fragen zum Projekt zu stellen. Geplant ist, dass auf dem ehemaligen Schulgelände 85 neue Wohnungen entstehen. „Als im Jahre 2005 klar war, dass die Schule geschlossen wird, hatten wir zunächst an den Bau von mehr als 100 Wohnungen gedacht“, erklärt Michael Mathe, der Leiter des Fachamtes für Stadt- und Landschaftsplanung im Bezirk. Man habe sich letztlich aber für eine lockerere Bebauung entschieden, da das nicht nur den künftigen Bewohnern, sondern dem gesamten Quartier zugute kommen werde. Befürchtungen der in der Aula versammelten Anwohner, hier würden Luxuswohnungen für wohlhabende Hamburger entstehen, die die Gentrifizierung (Prozess der Aufwertung) St. Paulis weiter vorantreiben, kann Mathe zerstreuen.

Mit Protest ist nicht zu rechnen, da bezahlbarer Wohnraum entsteht

Das „Pestalozzi-Quartier“ gehört zum Sanierungsgebiet Wohlwillstraße. Hier werden ein privater Investor und eine Baugenossenschaft „bezahlbaren Wohnraum für Familien, Senioren und für eine Baugemeinschaft“ schaffen, so Mathe. Protest wie gegen das geplante Bernhard-Nocht-Quartier in St. Pauli Süd ist hier nicht zu befürchten. […]

Vollständiger Presseartikel: Projekte rund um die City

22/05/2010 / bauinformant

Richard Price, „Cash“ – Gentrifizierung in der Literatur

22.05.2010 02:00 Uhr

von Christoph Schröder, Der Tagesspiegel

New York als Hauptfigur und Rhythmusgeber: Richard Prices grandioser Roman „Cash“ ist nur an der Handlungsoberfläche ein Krimi.

Die Lower East Side von New York ist ein Stadtteil im Wandel, und das bereits seit vielen Jahrzehnten. War die Bevölkerung zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch zu mehr als der Hälfte jüdisch geprägt, zogen nach dem Zweiten Weltkrieg verstärkt Einwanderer aus Asien und Lateinamerika in das Viertel. Die größte Umwälzung allerdings erlebt die Lower East Side gegenwärtig durch die Gentrifizierung, die dafür sorgt, dass soziale Gegensätze hart aufeinanderprallen, Interessenslagen sich gegenüberstehen, Revierkämpfe ausgefochten werden.

Die Lower East Side ist der eigentliche Held von Richards Prices Roman „Cash“, der heute in deutscher Übersetzung erscheint – ein mehr als 500 Seiten starkes Buch, dem ein Stadtviertel auf so faszinierende wie virtuose Weise seinen Rhythmus gibt. […]

Vollständiger Pressetext:  Bargeld hat nichts zu lachen

21/05/2010 / bauinformant

Gentrifizierung: Alles Kunst, oder was?

21.05.2010 | 18:53 |  von Daniela Mathis (Die Presse)

Das Ottakringer Brunnenviertel wandelt sich – langsamer als gedacht. Und rückt doch immer mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit von Künstlern, Investoren und Stadtplanern.

[…] 2008 untersuchte ein Team aus Stadt- und Landschaftsplanern der TU und der Boku, der PlanSinn GmbH, der MA50 (Wohnbauforschung) und MA18 (Stadtforschung), die Wechselwirkung von Kunst und Stadtentwicklung anhand von vier Fallbeispielen, darunter auch „Soho in Ottakring“. Es zeigte sich, dass die Gegend ab 2002 zunehmend als „Kulturmeile“ statt „Problemviertel“ in den Medien auftaucht und eine eindeutige Aufwertung von Bausubstanz und Infrastruktur begann – quasi der Beginn der klassischen Gentrification („Kunst macht Stadt“, siehe Info-Kasten). […]

Vollständiger Pressetext: Gentrifizierung: Alles Kunst, oder was?

20/05/2010 / bauinformant

Tel Aviv – Im Dschungel der Grossstadt

Auf das weltgrösste Ensemble klassisch moderner Architektur ist Tel Aviv zu Recht stolz. Nun erlaubt ein Architekturfestival auch Blicke hinter die baukünstlerischen Kulissen der weissen Stadt.

von Roman Hollenstein, nzz online

Das lebenslustige Tel Aviv macht Barcelona mehr und mehr den Rang als mediterrane Trend-Metropole streitig. Denn wo auf der Welt gibt sich das Party-Volk verführerischer als in der Weissen Stadt am Mittelmeer? Vom Aufstieg Tel Avivs zur Kult-City zeugen Design-Hotels und Gourmettempel, die hier im coolen Bauhaus-Chic, dort im neusten Designer-Look Gäste aus aller Welt verwöhnen. Das zieht auch Architekturtouristen an, welche die Stadt nach den Juwelen des Internationalen Stils durchkämmen. Ihnen offenbart sich Tel Aviv als eine gelebte Architekturgeschichte, wo Licht und Schatten nahe beieinanderliegen. […]

Vollständiger Pressetext unter: Im Dschungel der Grossstadt

03/05/2010 / bauinformant

Stadtplanung – Yuppies raus!

Luxussanierung – ein Horror für die Bewohner günstiger Stadtviertel. Ihr Protest findet jetzt öfter Gehör bei Stadtplanern

Proteste gegen Privatisierung sind auf Sankt Pauli nichts Neues. Dieses Mal aber fliegen keine Steine. Die Häuser sind nicht besetzt. Etwa 100 Anwohner haben sich nach Angaben von NoBNQ zusammengetan, sie sind alt, jung, erwachsen gewordene Hausbesetzer, Studenten, Künstler, alteingesessene Bürger. Statt andere Initiativen als zu links, zu rechts oder zu mittig auszuklammern, arbeitet man nun quer durch die Stadt über das Netzwerk »Recht auf Stadt« zusammen. Und noch etwas ist neu: Die Gegner sind nicht nur dagegen. Sie sind auch dafür: Sie wollen das Bernhard-Nocht-Quartier zurückkaufen und ihre Vision des Viertels verwirklichen. Knapp zehn Millionen Euro sollen die Grundstücke kosten, plus Sanierungskosten – eine Menge Geld für eine Bürgerinitiative. NoBNQ arbeitet deswegen mit dem Mietshäuser Syndikat zusammen, das bundesweit 50 selbst organisierte Hausprojekte und 17 weitere Initiativen betreut. Private Geldgeber habe man bereits an der Hand, versichert NoBNQ-Mitstreiter und Anwohner Stefan Simonis.

Vollständiger Presseartikel: zeit.de

08/04/2010 / bauinformant

SCHWABINGGRAD BALLETT – Kritik an der Stadtentwicklung

Kritik an der Stadtentwicklung und Utopie im öffentlichen Raum

von Annette Stiekele

Das Künstlerkollektiv Schwabinggrad Ballett zeigt seine neue Produktion „Business Punk City“ zum Thema Gentrifizierung ab heute in Hamburg.

HAMBURG. Die Debatte über die Gestaltung des Lebensraums Stadt, Stichwort „Gentrifizierung“, treibt künstlerische Blüten. Derzeit beschäftigt sie das Schwabinggrad Ballett. Seine aktuelle Produktion „Business Punk City“ zeigt es ab heute an markanten öffentlichen Orten wie der Roten Flora oder dem Gängeviertel.

Das Kollektiv aus einem knappen Dutzend wechselnder Autoren, Künstler, Musiker und Performer führt seit seiner Gründung im Jahre 2000 regelmäßig Aktionen in politischen Zusammenhängen durch.

Zum Pressetext: abendblatt.de

08/04/2010 / bauinformant

„Die Aufwertung von Stadtteilen kann man nicht aufhalten“

VON FLORIAN HANAUER UND OLAF DITTMANN

Expertenanhörung zur Gentrifizierung

Ganz gleich, ob in St. Georg, auf St. Pauli oder im Schanzenviertel – in den Hamburger Stadtteilen, die sich rasant entwickeln, ist der „Schutzschirm gegen Verdrängung“ ein wichtiges Thema – für Mieter und Eigentümer von Wohnungen oder Häusern gleichermaßen. Die Aufwertung von Stadtteilen, die auch „Gentrifizierung“ genannt wird, war am Mittwoch das beherrschende Thema im Stadtentwicklungsausschuss, der zu einer Expertenanhörung zusammentrat.

Dabei soll in St. Georg eine neue „soziale Erhaltensverordnung“ noch bis zum Sommer in Kraft treten, wie GAL-Stadtentwicklungsexperte Horst Becker erläutert, der Entwurf stehe bereits.

Zum Pressetext: welt.de